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NaturFreiBad Uelzen Uhlenköper-Camp
Konzeptplanung
Januar 2008
Bauherr: Uhlenköper Camp Körding GbR Vertreten durch Dipl.-Kfm. Thomas Körding Festplatzweg 11 29525 Uelzen
Lageplan (zum Vergrößern bitte klicken)
1. AusgangssituationDas Uhlenköper-Camp als bestehende ökologisch orientierte Campinganlage soll zu einem ökologischen Freizeit-Campingplatz mit interessantem und kunden-bindendem Freizeitangebot ausgebaut werden. Zielgruppen sind Familien mit Kindern, Jugendliche und Jahrescamper sowie örtliche und touristische Tagesgäste. Durch die Entwicklung eines Gesamtkonzepts sollen eine möglichst ganzjährige wirtschaftliche Auslastung erzielt und die unterschiedlichen Ansprüche der einzelnen Kundengruppen erfüllt werden. Einen Teilbereich bildet das vorhandene Freibad. Es befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand und soll zu einem NaturFreiBad umgestaltet werden. Die Neugestaltung des Freibades unterstreicht den ökologischen Anspruch des Betreiberkonzepts der Campingplatzanlage Uhlenköper-Camp. Die Freibadfläche einschließlich der angrenzenden Flurstücke werden durch die Betreiber Uhlenköper-Camp Körding GbR erworben. Die Uhlenköper-Camp Körding GbR verpflichtet sich weitergehend zum Betrieb der Badeanlage mit freiem Zugang zu bestimmten Zeiten für alle Kinder aus Kirch- und Westerweyhe. 2. Ziel- und AufgabenstellungDas Büro tkLA wurde mit den Planungen zur Umgestaltung des bestehenden Freibades in eine öffentliche Schwimm- und Badeteichanlage (NaturFreiBad) beauftragt. Folgende Planungsansätze haben beim Umbau des bestehenden Freibads in ein NaturFreiBad Berücksichtigung gefunden: - - Erweiterung des Nutzungsbereiches um einen Schwimmer- und Kleinkindbereich - - Begrenzung der Neuversiegelung durch Wiederverwendung der bestehenden Beckenwände und -sohlen - - Steigerung der Attraktivität durch Erhöhung des Erlebniswertes - - Erweiterung der Frei- und Liegeflächen - - Vergrößerung des Sport- und Freizeitangebotes in den Freiflächen - - Regelung der Zugangssituation - - Sicherer technischer Betrieb ohne Chemieeinsatz - - Umweltpädagogische Erlebbarkeit der Anlagenelemente - - Sicherheitsbeleuchtung - Einbindung des NaturFreiBades in das Gesamtkonzept des Campingplatzes
Dem ausgearbeiteten Entwurf wurden nachfolgende Richtlinien zugrunde gelegt:
1. FLL- Empfehlungen für Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von öffentlichen Schwimm- und Badeteichanlagen, FLL e.V., Ausgabe 2003 (FLL- Empfehlungen) 2. weitere Richtlinien und DIN nach Verweis FLL e.V. (Pkt. 1)
3.
KOK- Richtlinien für den Bäderbau, DGfdB – Ausgabe 2002,
3. Entwurfsbeschreibung3.1 Schwimm- und Badebereiche
Schwimmerbereich (SWB) Der Schwimmerbereich ist mit vier 12,5 m Kurzbahnen von je 2,0 m Breite ausgestattet. Die Wassertiefe beträgt im Schwimmerbereich mind. 180 cm. Die endgültige Wassertiefe im Schwimmerbereich wird durch die wieder verwendete Beckensohle des aufgefüllten Schwimmbeckens bestimmt. Im Norden wird an den Schwimmerbereich ein abgesetzter Wellnessbereich angegliedert. Dieser hat eine maximale Wassertiefe von ca. 90 cm. Er erhält eine „Unterwassersitzstufe“ mit einer Wassertiefe von ca. 45 cm und dient gleichzeitig als Eingang in den Schwimmerbereich.
Nichtschwimmerbereich (NSB) Das bestehende Schwimmbecken bildet den neuen Nichtschwimmerbereich mit Wassertiefen von ca. 110 cm bis 130 cm. Der Nichtschwimmerbereich wird um die Fläche des bestehenden Schwallwasserbehälters ergänzt. Auf dieser Fläche ist ein Ballspielbereich mit 90 cm Wassertiefe vorgesehen. Der Höhenunterschied zwischen beiden gleich gegründeten Bereichen ergibt sich durch die Ausbildung eines Substratfilters auf der Bestandsohle des Ballspielbereichs. Hierdurch wird eine Doppelnutzung als Nutz- und Aufbereitungsbereich erzielt.
Kleinkindbereich aus einem ähnlichen Schwimmbad:
Kleinkinderbereich (KKB) Der Kleinkinderbereich wird im Westen des bestehenden Nichtschwimmerbeckens angegliedert. Er erhält zur Spiel- und Liegewiese hin einen drei bis fünf Meter breiten Sandstrand. Vom Nichtschwimmerbereich wird er durch eine begehbare Mauer mit Durchlässen zum Wasseraustausch abgetrennt. Diese dient zudem als Sitzmöglichkeit. Ein Quellstein dient zur Wassereinspeisung und als Spielelement.
Raftingstrecke Die Raftingstrecke ist ein Highlight der Anlage. Über sie kann auf einem Wasserfilm u.a. auch mittels einer Matte in den Nichtschwimmerbereich gerutscht werden. Gleichzeitig dient sie der Wassereinspeisung.
Raftingstrecke aus einem ähnlichen Schwimmbad. Diese hier wird deutlich kürzer:
Die Becken erhalten eine hydraulische Verbindung, damit der Wasserstand stetig ausgeglichen ist.
3.2 Aufbereitungsbereiche
Bodenfilter (BF) Der bepflanzte Bodenfilter dient zur Aufbereitung des Wassers und liegt zwischen Schwimmerbereich und Schwallwasserbehälter. Der Wasserspiegel im Substrat des Bodenfilters schwankt. Durch diese Maßnahme wird die Produktivität der reinigenden Bakterien im Bodenfilter erhöht. Der Zulauf des Rohwassers zum Bodenfilter erfolgt über freies Gefälle vom Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich sowie von den Regenerationsfiltern II und III. Der Abzug aus dem Bodenfilter erfolgt aktiv über eine Pumpe.
Regenerationsfilter (RF) Die Regenerationsfilter übernehmen eine Rebeimpfung der Nutzungsbereiche. Sie werden zielgerichtet durchströmt und erhalten dadurch eine Vorfilterfunktion. Zudem übernehmen die Regenerationsfilter die Skimmerfunktion zum Abzug oberflächennaher Einträge.
Substratfilter (SF) Der Substratfilter befindet sich im Sohlsubstrat des Ballspielbereichs. Hier erfolgt ein Tiefenabzug im Nichtschwimmerbecken mit Vorreinigung des Rohwassers. Das gereinigte Wasser wird aktiv über die Raftingstrecke und die Wasserspiele dem Nichtschwimmerbereich wieder zugeführt.
Technikschacht Der Technikschacht wird in seiner Form verkleinert und ist durch eine Klappe im Steg von oben zu öffnen und betretbar. In ihm befinden sich die Pumpen und die Mess- und Steuerungstechnik.
3.3 Freiflächen
Spiel- und Liegewiese Der Spielbereich im Westen bleibt erhalten. Dieser wird durch die Zuwegung zum eigentlichen NaturFreiBad räumlich vom Freibadbereich getrennt.
Holzterrasse mit Liegebereich (2. BA) Über dem Bach wird eine Holzterrasse mit Liegebereich zur Erweiterung der Freiraumfläche gebaut. Dadurch bleibt der Bachlauf in seinem Verlauf unverändert und die Liegefläche wird erweitert.
Umlaufender Weg Der umlaufende Weg schützt den Nutzwasserbereich vor direktem Schmutzeintrag. Er erschließt die westliche und südliche Liegewiese.
Steganlage Der Nichtschwimmerbereich wird vom Bodenfilter durch einen Holzsteg abgetrennt. Dieser erhält auf der Bodenfilterseite einen Handlauf und macht den Bodenfilter durch Schautafeln erlebbar. Unter der Steganlage befindet sich der bestehende Technikschacht.
3.4 Flächen- und Volumentabelle
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